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NEU – GIERIG ?

von Thomas Appel, 25.09.2025

„Nicht schon wieder!“ stöhnte meine Frau beim Betreten des Supermarktes. Alles war umgeräumt, Waren und Regale anders angeordnet. Das mögen wir Alten so gar nicht. Wenn auch Vieles nicht perfekt ist – wir hängen am Vertrauten, am Gewohnten. Alles Andere kostet erstmal Kraft und Bereitschaft zum Umdenken. Und zum Hinterfragen: Ist das Alte schlecht? Brauch ich das? Neues – ist das wirklich besser?

Manche haben sich jahrelang der Digitalisierung verweigert. „So was brauchen wir nicht mehr – Internet, Computer, Smartphone. Man wird sich doch noch normal verständigen können!“ war ihre Meinung. Jetzt fühlen sie sich teilweise ausgesperrt, weil viele Informationen sie nicht mehr, oder zu spät erreichen. Das lässt sich sehr schwer kompensieren, weil die Grundbegriffe fehlen.

„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!“ (Gorbatschow). Das war der Leitsatz der „Wende“ 1989 in unserem Land. Danach wurde tatsächlich (fast) alles neu – für uns Ossis. Und wir „mussten“ uns darauf einlassen. Wer das nicht tat, fand sich beizeiten auf der Seite der Abgehängten und Verlierer wieder. Viele konnten nicht mehr umdenken – die mussten vom Sozialsystem aufgefangen werden. Für alle Anderen war es eine Chance, ein Glücksfall mit unendlich vielen Möglichkeiten. Das war anstrengend, herausfordernd, aber befreiend, weil alte Dogmen nichts mehr wert waren – im Positiven wie im Negativen! „Mach was draus!“ – war die Devise! Ich persönlich möchte diese Periode keine Minute zurückdrehen. Es war höchste Zeit für Neues. Möglichkeiten auszuprobieren und zu entdecken. Manches ging schief – aber man lernt eh nur aus Niederlagen.

"NEU - GIERIG"- Kind schaut neugierig durch Röhre

Ich habe herzlich gelacht, als ich die Jahreslosung für 2026 das erste Mal bewusst gelesen habe. Ging es doch 2025 um prüfen und behalten, geht es dieses Mal um radikale Veränderung. „Siehe, ich mache alles neu!“ Das sagt der, der Himmel und Erde geschaffen hat und danach feststellte: … und siehe da, es war sehr gut! (1.Mose1,31). Wie jetzt, ist das, was sehr gut war, doch verbesserungswürdig? Oder verschlissen? Ja, teilweise. Daran haben wir Menschen ganz bestimmt unseren Anteil. Aber auch ohne unser Zutun sind Tier- und Pflanzenarten ausgestorben, ganze Landstriche verödet oder durch Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Wetterkatastrophen unbewohnbar geworden. Gottes Schöpfung ist sehr robust konstruiert. Das wird überall dort deutlich, wo der Mensch mal ein paar Jahre nicht „reguliert“! Die Natur erobert ihr Terrain sehr schnell zurück. Also keine Angst vor Erneuerung. Gott sagt: ICH mache alles neu. Nicht wir müssen uns anstrengen. ER selber tut. MACHE – nicht „werde machen“, er macht schon, das ist schon jetzt, hat schon angefangen. ALLES – kein Bereich ist ausgeschlossen. Im Textzusammenhang ist vorrangig von Himmel und Erde die Rede, aber im Vortext auch von Tränen, Tod, Schmerz und Geschrei. Alles, was nicht gut ist, fliegt auf den Müll. Auch und vor allem die Herrschaft des Teufels in der Welt und in Bereichen unseres Lebens. NEU – nicht unbedingt anders, aber neu! Was sich bewährt hat, wird erneuert. Wir dürfen uns auf Vertrautes verlassen. Wir dürfen uns aber ebenso auf Neues freuen. Das ist doch ein Ausblick, der so richtig aufrichtet, Angst zurückdrängt und Mut macht! Tolle Neuigkeiten für 2026.

Bleiben wir neugierig – gierig auf Neues! Unter Gottes Innovations-Team kann das nur wieder sehr gut werden, wenn wir uns darauf einlassen.

Euer Thomas Appel

lieberkurzanrufen

Lieber kurz anrufen!

Zufällige Treffen sind selten geworden. Weite Wege liegen oft zwischen uns. Aber es gibt ja das Telefon. Sicher, es ersetzt kein persöniches Gespräch. Aber für einen ersten Kontakt ist es eine gute Hilfe.