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14-Uhr-Gottesdienste im Seelsorgebezirk Kürbitz

von Sophie-Charlotte Bornemann, 31.08.2026

Es muss sich etwas ändern, das war allen klar. Eigentlich waren wir zusammengekommen, um die Verabschiedung von Barbara Dude zu planen, aber dann legte das Kindergottesdienst-Team noch etwas anderes Wichtiges mit auf den Tisch: in den letzten Monaten waren kaum noch Kinder von ihren Eltern oder Großeltern mit in die Gottesdienste gebracht worden und dann kam auch keines oder nur sehr wenige mit in den Kindergottesdienst. Klar. Wer mag schon allein mit einer nahezu fremden Person mitgehen, während die Eltern in der Kirche sitzen bleiben? Da kann der Kindergottesdienst noch so qualitäts- und liebevoll vorbereitet sein, das Kind wird es nicht erfahren, weil es lieber bei den (Groß-)Eltern bleibt.


Das bringt natürlich viel Frust bei denjenigen, die sich vorbereitet haben, aber es wurde uns im Gespräch auch deutlich, dass es auch für die Kinder doof ist, weil sie einfach nicht die Chance bekommen, eine gute Erfahrung mit Kirche und Gottesdienst zu machen.

Die Folge ist: sie wollen nicht mehr mit, für Eltern wird es schwieriger, sie zu überreden. Und es soll ja auch niemand überredet werden.

Jeder - Groß und Klein soll ja erfahren können: der Gottesdienst und das Treffen mit anderen Christen gibt mir Kraft in meinem Leben und für mein Leben.

Für Menschen, die Kinder im Gottesdienst begleiten, ist es aber oft genau andersherum: es ist einfach stressig und sie verlassen einigermaßen erschlagen die Kirche! Die frühe Uhrzeit, die Unsicherheit, ob man mit einem unruhigen Kind willkommen ist, ob es die Möglichkeit gibt, das Kind zu beschäftigen oder ob es wirklich integriert wird. Und kann es z. B. auch andere Kinder treffen? Werden mich alle anstarren oder mir die kalte Schulter zeigen, sobald mein Kind einen größeren Aktionsradius wählt, als den Platz neben mir in der Bank?

Wir haben also überlegt, wie wir Kinder und ihre Begleitung wilkommen heißen können, denn nichts finden wir schlimmer, als eine Kirche ohne Kinder!

Fürs Erste gehen wir folgende Schritte: es wird keinen Kindergottesdienst mehr im Seelsorgebezirk Kürbitz geben, sondern stattdessen haben wir vermehrt 14-Uhr-Gottesdienste angesetzt. Diese sollen erheblich kürzer sein, die Liturgie wird leicht angepasst und vor allem soll das Evangelium mit Bildern erzählt werden. Davon profitieren nicht nur Kinder. Sicherlich wird sich auch ein Keks oder Kaffee im Anschluss finden. Und wir haben gesagt: wir versuchen es einfach. Nach einem halben Jahr sind wir schlauer.

Bis dahin beobachten wir und hoffen, dass wir den Erwachsenen eine gute Unterstützung geben können, damit sie sich den Kirchgang mit Kindern zutrauen und ausprobieren. Denn von nichts kommt an dieser Stelle nahezu nichts. Kinder brauchen diesen spirituellen Erfahrungsraum und auch sie brauchen die Stärkung durch Lieder, Gebete und Bibellesen.

Das haben wir als Gemeinde den Kindern und ihren Eltern und Paten bei der Taufe versprochen: den Weg zu Gott offenhalten und ausprobieren, wie wir ihn gut gehen können.

 



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Lieber kurz anrufen!

Zufällige Treffen sind selten geworden. Weite Wege liegen oft zwischen uns. Aber es gibt ja das Telefon. Sicher, es ersetzt kein persöniches Gespräch. Aber für einen ersten Kontakt ist es eine gute Hilfe.